Das Thema 2026
"Kleider machen Leute"
Der Spruch »Kleider machen Leute« trifft nur die halbe Wahrheit. Denn Leute machen bekanntlich auch Kleider. An einem Sommerwochenende besuchen Akteur:innen und Wissenschaftler:innen das Archäologische Landesmuseum Brandenburg, um sich genau diesem Thema zu widmen.
Im Zentrum Ihrer Vorführungen standen die Bekleidungstechniken und Trends unserer Vorfahren. So wird die schützende und zugleich schmückende Ausstattung von steinzeitlichen Jägern und Sammlern erläutert. Im Fokus steht ebenfalls die Mode im Alten Ägypten, dem antiken Griechenland, bei Römern und Germanen, im Mittelalter oder der frühen Neuzeit Kosmetik. Schmuck und Körpermodifikationen haben eine lange Tradition.
Urzeitliche Perlenketten, römisches Make Up, prähistorische Tätowierungen und bronzezeitliches Geschmeide lassen einstige Ästhetik und Selbstdarstellung erahnen.
Nicht fehlen dürfen die Verarbeitung von Materialien wie Wolle und Leder, das Färben mit Pflanzen oder die Fertigung von Glas- und Metallschmuck.
Text von Archäologisches Landesmuseum Brandenburg
Unsere Präsentation im Museum umfasste das 18. und 19. Jahrhunderts mit original Westen aus dem 18. Jahrhundert. Wir machten dann einen Schwenk in das 19. Jahrhundert mit seinen Perlen Applikationen. Ebenso konnten die Besucher sich über die Materialien die für die Herstellung eines Korsetts des 19. Jahrhunderts erforderlich sind informieren. An einem Original konnten Fragen beantwortet werden.
Präsentation des 18. Jahrhunderts
Interpretaion des Originals aus dem Rijksmuseum. Dank der freunlichen Unterstützung des Museums ware es mir möglich durch die excelenten Detailaufnahmen mich an den “Nachbau” zu wagen. Dies hat trotz nutzen von modernen Hilfsmitteln 2 Jahre gedauert bis das Projekt nun abgeschlossen werden konnte.
Empir Kleid 1810
Die insgesamt schlichte Struktur der Damenkleider zu Beginn des 19. Jahrhunderts bot eine weitläufige, unbesetzte Leinwand, auf der sich eine unendliche Vielfalt an Designs entfalten konnte. Zu Beginn des Jahrhunderts galt dies natürlich fast ausschließlich für Abendgarderobe.
Das Musée des Arts Décoratifs in Paris bewahrt dieses Abendkleid aus dem Jahr 1810 auf. Es ist ein schönes Beispiel dafür, dass Weiß bei weitem nicht die einzige Wahl war, auch wenn diese Farbe zweifellos dominierte. Dieses Kleid ist aus bronzefarbenem Seidensatin gefertigt. Das Oberteil ist schmucklos. Der Saum des Kleides ist mit kunstvoll gearbeiteten Stickereien aus mehrfarbigem Seidenfaden und einer Reihe von Paspelfransen aus mit Seide überzogenen Holzperlen verziert. Eine metallische Zierleine mit passenden Paspelquasten definiert die hohe Taille und endet knapp über dem Saum.
19. Jahrhundert
Wir hatten die Ehre mit unserer Präsentation neben Frau Holpringer der allbekannten und hochgeschätzten Haubenmacherin zu stehen.
Weitere Präsentationen
Ein Blick in das alte Ägypten